Das Prinzip des Clickerns

Das Prinzip des Clickerns liegt darin, den Hund eine Aufgabe selbständig lösen zu lassen und ihn auf dem Weg zur Lösung in kleinen Schritten mittels Click & Belohnung zu führen und zu bestärken. Falsche Schritte werden nicht bestraft, sondern einfach ignoriert, kleinste Schritte in die richtige Richtung werden belohnt und somit bestärkt.

Jeder Hund ist ein Wesen, das den Weg des geringsten Widerstandes geht. Eine Bewegung, die belohnt - also positiv bestärkt wird -  wird eher wiederholt wie eine Bewegung, die ignoriert oder sogar bestraft wurde.

Nach diesem Prinzip arbeitet der Clicker! Als allererstes muss der Hund verstehen, was das Click bedeutet. Dazu bedarf es bei den meisten Hunden nur wenige Minuten. 2bein drückt den Clicker und Hund erhält innerhalb von max 1 Sekunde nach dem Click ein Leckerchen. Sehr schnell versteht der Hund, dass auf das “Click” ein Leckerchen folgt, dass also das Click etwas positives ist. Hat Hund das Prinzip verstanden, so kann man sich und ihm eine erste Aufgabe stellen.

Je einfacher diese Aufgabe ist, desto besser ist es zu Beginn. Auch sollte man als ungeübtes 2bein nicht gerade mit lebenswichtigen Aufgaben beginnen, denn zeitlich ungenaues Clickern kann den Hund völlig irritieren bzw. falsche Dinge/Bewegungen bestärken, die eigentlich gar nicht so gedacht waren. “Unwichtige” Tricks wie Pfötchen geben oder sich im Kreis drehen eignen sich als erste Tricks zum Üben von beiden Seiten, denn sollte 2bein diese durch falsches Clickern “verderben”, so ist das nicht schlimm.

Ein geübter Clickerhund kann komplexe Aufgaben erarbeiten. Dabei ist wichtig, dass 2bein die Aufgabe in kleine Schritte aufteilt. Soll Hund zum Beispiel einen Gegenstand aufnehmen, so wird zu Beginn bereits der einfache Blick zu diesem Gegenstand geclickert. Hat der Hund nach einigen Bestärkungen verstanden, dass die Aufgabe etwas mit diesem Gegenstand zu tun hat, so wird ein Blick nicht mehr beclickert. Der Hund ist irritiert und versucht nun, eine andere Lösung zu finden. Er steht z.B. auf und macht einen Schritt auf den Gegenstand zu. Und prompt kommt C&B. Irgendwann soll er den Gegenstand mit der Nase anstupsen, dann ins Maul nehmen, dann ins Maul nehmen und tragen, dann bringen... Je kleiner die Schritte, desto besser für den Hund zu verstehen, was er tun soll.

Verbale Kommandos folgen bei “echten Clickerern” erst dann, wenn der Hund die Aufgabe im Prinzip gelöst hat und kann. Wir gestehen: wir machen so eine Art “Mischclickern”. D.h. 2bein gibt mir auch schon mal verbale Hilfe. Wenn ich was falsch mache, kommt ein leises “nein”, ist es richtig, folgt zum C&B auch noch ein verbaler Freudenausbruch...